Halloween kommt jedes Jahr am 31. Oktober. Und trotzdem schafft es dieser Tag erstaunlich zuverlässig, mich zu überraschen. Gefühlt habe ich gerade noch die Badesachen weggelegt und plötzlich braucht das Kind ein Kostüm – am besten sofort, möglichst cool und natürlich gaaaaanz anders als das vom letzten Jahr.
Seit ich Mama bin, habe ich schnell gelernt: Ein gutes Kinderkostüm muss weder teuer noch aufwendig sein. Es muss bequem sein, beim Rennen nicht verrutschen und idealerweise auch einen kleinen Schokofleck verzeihen. Denn seien wir ehrlich: Ein Kostüm, das nur auf dem Foto hübsch aussieht, aber nach fünf Minuten kratzt, ist kein Kostüm das dein Kind länger als 5 Minuten trägt – Es ist eine sehr kurze Geduldsprobe mit Umhang.
Zum Glück lassen sich viele Halloween-Kostüme für Kinder mit Dingen basteln, die ohnehin im Kleiderschrank oder in der Bastelkiste liegen. Hier kommen neun einfache, günstige und größtenteils unisex Kostümideen, die auch dann funktionieren, wenn die Halloween-Planung mal wieder zur Last-minute-Mission wird.
Was ein gutes Kinderkostüm wirklich braucht
Früher dachte ich bei einem gelungenen Halloween-Kostüm vor allem an die Optik. Heute weiß ich: Die wahre Kunst besteht darin, etwas zu finden, das mein Kind freiwillig anbehält. Bonuspunkte gibt es, wenn Jacke, Mütze oder warme Kleidung darunterpassen.
Darauf achte ich inzwischen besonders:
- Das Kostüm sollte bequem sein und auf gar kein Fall kratzen.
- Das Kind sollte sich darin gut bewegen können.
- Masken, Schminke und Hüte dürfen die Sicht nicht einschränken. Augen und Mund sollten frei bleiben, und bei Masken sind ausreichend große, gut platzierte Sichtöffnungen Pflicht.
- Lange Umhänge, Bänder und lose Stoffteile sollten nicht zur Stolperfalle werden. Alles, was bis zum Boden reicht, lieber kürzen oder sicher befestigen.
- Befestigungen müssen halten, dürfen aber nicht drücken oder scharfe Kanten haben. Sicherheitsnadeln gehören nur an Stellen, an die das Kind nicht ständig greift, und sollten vollständig geschlossen sein.
- Für draußen sind helle Details, Reflektoren oder kleine LED-Lichter ein echter Gamechanger. Batteriefächer und Kabel sollten sicher sitzen und nicht lose herumhängen.
- Schminke sollte ausdrücklich für Kinder geeignet sein. Vorher an einer kleinen Hautstelle testen, nicht auf gereizte Haut auftragen und abends gründlich entfernen.
- Kleine Dekorationen wie Wackelaugen, Perlen oder lose Sterne gehören nicht in Reichweite von Kleinkindern. Sie können sich lösen und verschluckt werden.
Und ganz wichtig: Es muss nicht perfekt aussehen. Kinder brauchen keine Kostümjury – sie brauchen Spaß, Bewegungsfreiheit und vielleicht eine ausreichend große Tasche für ihre Süßigkeiten.
1. Das klassische Gespenst – aber in alltagstauglich

Das Gespenst gehört zu Halloween wie Kürbisse, Süßigkeiten und die Frage: „Müssen wir wirklich noch mal klingeln?“ Die klassische Bettlaken-Version ist schnell gemacht, kann bei kleineren Kindern aber rutschen oder die Sicht behindern.
Du brauchst:
- ein altes weißes T-Shirt oder einen weißen Kissenbezug
- eine schwarze Leggings oder Jogginghose
- Textilstift oder schwarzen Filz
- optional weiße oder graue Kinderschminke
So geht’s:
Male ein freundliches oder gruseliges Gespenstergesicht auf das T-Shirt. Wenn du einen Kissenbezug verwendest, schneide großzügige Öffnungen für Kopf und Arme hinein und kürze ihn so, dass dein Kind nicht darüber stolpert. Prüfe vor dem Losgehen, ob der Stoff beim Sitzen, Rennen und Treppensteigen nicht über die Schuhe rutscht. Die Öffnung am Kopf sollte außerdem locker sitzen und niemals Mund oder Nase bedecken.
Mit einem weiß geschminkten Gesicht und dunklen Augenringen wird das Outfit noch etwas spooky. Verwende dafür nur hautgeeignete Kinderschminke, halte Abstand zu Augen und Lippen und teste die Farbe vorher an einer kleinen Stelle.
Ich mag diese Variante besonders, weil nichts über den Kopf gezogen werden muss und das Kind trotzdem sofort als Gespenst erkennbar ist. Minimal effort, maximaler Halloween-Effekt.
2. Schwarze Katze – süß, schnell und wunderbar unisex
Eine schwarze Katze ist eines dieser Kostüme, für die man fast alles schon zu Hause hat. Und falls das Kind keine Lust auf „gruselig“ hat, ist die Katze die perfekte Mischung aus Halloween und cute.
Du brauchst:
- schwarze Hose oder Leggings
- schwarzes Oberteil
- schwarzen Haarreifen
- schwarzen Tonkarton oder Filz
- einen alten schwarzen Strumpf für den Schwanz
- etwas Kinderschminke
So geht’s:
Schneide zwei Ohren aus Tonkarton oder Filz aus und befestige sie am Haarreifen. Die Kanten sollten nicht scharf sein; bei kleineren Kindern ist weicher Filz meist die angenehmere Wahl. Fülle einen alten schwarzen Kniestrumpf mit Stoffresten oder zerknülltem Papier und befestige ihn als Schwanz hinten am Hosenbund. Achte darauf, dass die Befestigung nicht drückt und sich der Schwanz beim Sitzen nicht zwischen den Beinen verfängt. Dann noch eine kleine schwarze Nase und Schnurrhaare aufmalen – fertig.
Mein persönlicher Tipp: Den Katzenschwanz lieber etwas kürzer halten. Ein sehr langer Schwanz sieht zwar dramatic aus, wird aber spätestens beim zweiten Türrahmen zum unfreiwilligen Fangspiel.
3. Kleine Fledermaus aus einem alten schwarzen Shirt
Fledermäuse sehen toll aus, sind passend zu Halloween und lassen sich erstaunlich einfach umsetzen. Besonders praktisch: Das Kostüm funktioniert mit fast jeder schwarzen Grundkleidung und ist für alle Kinder geeignet.

Du brauchst:
- schwarze Kleidung
- ein altes schwarzes T-Shirt oder ein Stück schwarzen Stoff
- Schere, Nadel und Faden oder Textilkleber
- optional Fledermausohren aus Filz
So geht’s:
Schneide aus dem schwarzen Stoff zwei gezackte Flügel. Befestige eine Seite jeweils am Ärmel und die andere seitlich am Oberteil. Nähe oder klebe die Flügel so fest an, dass sich keine langen Bänder lösen können. Hebt dein Kind die Arme, breiten sich die Flügel aus. Kleine Ohren am Haarreifen machen den Look komplett – sie sollten aber nicht zu eng sitzen oder die Ohren einklemmen.
Prüfe vor dem Rausgehen, ob die Flügel beim Laufen nicht auf dem Boden schleifen und ob beide Hände frei bleiben. Gerade im Dunkeln ist es wichtig, dass dein Kind gut sehen und sich sicher festhalten kann.
Ich finde dieses Kostüm besonders schön, weil es beim Spielen richtig lebendig wird. Sobald die Arme hochgehen, flattert eine sehr stolze Mini-Fledermaus durchs Wohnzimmer – inklusive Soundeffekten, die vorher niemand bestellt hat.
4. Mumie ohne Toilettenpapier-Chaos
Ja, man könnte ein Kind komplett in Toilettenpapier wickeln. Man könnte aber auch akzeptieren, dass davon nach ungefähr sieben Schritten nur noch Konfetti übrig wäre. Die stoffige Mumien-Variante hält länger und ist deutlich entspannter.
Du brauchst:
- weiße oder beige Leggings beziehungsweise Jogginghose
- weißes oder beiges Langarmshirt
- alte Mullbinden, Stoffstreifen oder ein ausrangiertes helles Bettlaken
- Sicherheitsnadeln, einige Nähstiche oder Textilkleber
So geht’s:
Schneide den Stoff in unterschiedlich breite Streifen und befestige ihn locker auf Shirt und Hose. Einige Enden dürfen herunterhängen, sollten aber nicht so lang sein, dass dein Kind darüber stolpert oder irgendwo hängen bleibt. Besonders an Füßen, Händen und Hals lieber keine losen Schlaufen lassen. Wenn du Sicherheitsnadeln verwendest, befestige sie auf der Innenseite, schließe sie vollständig und kontrolliere vor dem Anziehen, ob nichts piekst.
Mit etwas grauer Schminke im Gesicht wirkt die Mumie herrlich untot – aber bitte nur optisch. Verwende hautverträgliche Kinderschminke, spare Augenpartie und Lippen aus und entferne sie bei Rötungen sofort.
Das Schöne daran: Je unordentlicher die Stoffstreifen sitzen, desto besser sieht es aus. Endlich ein DIY-Projekt, bei dem Perfektion ausdrücklich unerwünscht ist. I love it.
5. Vogelscheuche aus Alltagskleidung
Die Vogelscheuche ist freundlich, herbstlich und ideal für Kinder, die sich nicht gruselig verkleiden möchten. Außerdem lässt sich das Kostüm wunderbar über warmer Kleidung tragen.

Du brauchst:
- Jeans oder Latzhose
- kariertes Hemd
- Strohhut oder Beanie
- Stoffreste als bunte Flicken
- etwas Bast oder gelbe Wollfäden
- braune oder schwarze Kinderschminke
So geht’s:
Befestige einige Stoffflicken locker an Hose und Hemd. Ein paar Wollfäden oder etwas Bast dürfen aus Ärmeln und Hosenbeinen herausschauen, sollten aber kurz genug sein, damit sie nicht an Türen, Fahrrädern oder anderen Kindern hängen bleiben. Kleine Dekorationen wie Knöpfe oder lose Sterne lieber fest annähen und nicht nur ankleben.
Male eine kleine geflickte Nase, Sommersprossen und angedeutete Nähte um den Mund. Achte darauf, dass die Schminke nicht in Augen oder Mund gelangt, und teste sie bei empfindlicher Haut vorher an einer kleinen Stelle.
Diese Idee ist bei uns ganz weit oben auf der entspannten Mama-Skala: warm, bequem und fast komplett aus vorhandener Kleidung zusammengestellt. Und wenn ein Flicken schief sitzt, nennt man es einfach rustic charm.
6. Hexe oder Zauberer – ganz ohne teures Komplettset
Hexen und Zauberer sind echte Halloween-Allrounder. Das Grundkostüm kann schlicht bleiben, denn Hut und Zauberstab übernehmen ohnehin die Hauptrolle.
Du brauchst:
- schwarze, dunkelblaue oder lilafarbene Kleidung
- Tonkarton für den Hut
- Geschenkpapierrolle oder einen kleinen Stock als Zauberstab
- Sterne, Monde oder Glitzer zum Verzieren
- optional ein kurzes Stoffcape
So geht’s:
Forme aus schwarzem Tonkarton einen Kegel und klebe ihn auf eine breite Krempe. Der Hut sollte sicher sitzen, aber nicht zu eng sein; bei kleinen Kindern darf er beim Spielen lieber abfallen, statt zu drücken. Den Zauberstab kannst du mit Farbe, Bändern oder Sternen dekorieren. Verwende dafür keine spitzen oder splitternden Materialien und befestige Bänder so kurz, dass sie sich nicht um Hals oder Hände wickeln können.
Wer keinen Hut basteln möchte, kombiniert einfach ein dunkles Outfit mit einem kurzen Cape und einem auffälligen Zauberstab. Das Cape sollte deutlich über dem Boden enden und nicht am Hals fest verschnürt werden. Ein Klettverschluss oder eine lockere, leicht lösbare Befestigung ist sicherer als ein fester Knoten.
Kleine Warnung aus dem Mama-Alltag: Sobald ein Kind einen Zauberstab in der Hand hält, wird wirklich alles verhext. Die Zimmerpflanze, der Tisch, Mama – und mit etwas Glück vielleicht sogar der Wäscheberg. Spoiler: Bei mir hat der Zauber bisher leider nicht funktioniert.
7. Skelett mit Klebeband
Ein Skelettkostüm sieht aufwendig aus, lässt sich aber in wenigen Minuten basteln. Die schnellste Variante gelingt mit schwarzer Kleidung und weißem Tape.
Du brauchst:
- schwarzes Langarmshirt
- schwarze Hose oder Leggings
- weißes Textilklebeband oder Malerkrepp
- optional schwarz-weiße Kinderschminke
So geht’s:
Klebe einfache Knochenformen auf Shirt und Hose. Anatomisch korrekt muss hier wirklich nichts sein – Halloween ist kein Biologieunterricht. Klebe das Tape nur auf trockene, saubere Kleidung und nicht direkt auf die Haut. An empfindlichen Stoffen oder bei Kindern mit empfindlicher Haut ist aufgenähter Filz die bessere Wahl.
Für ein haltbareres Kostüm kannst du die Knochen auch aus weißem Filz ausschneiden und mit wenigen Stichen befestigen. Kontrolliere vor dem Anziehen, dass keine Klebebandenden abstehen und sich nichts lösen kann. Lose Tape-Stücke gehören nicht in kleine Hände oder in den Mund.
Vor dem Bekleben würde ich das Tape kurz an einer unauffälligen Stelle testen. Manche Klebebänder hinterlassen Rückstände, und ein gruseliges Skelett ist lustig – eine dauerhaft klebrige Lieblingshose eher weniger.
8. Kleiner Kürbis – bequem und besonders süß

Ein Kürbiskostüm eignet sich wunderbar für kleinere Kinder. Es ist farbenfroh, bequem und funktioniert auch ohne Schminke.
Du brauchst:
- orangefarbenes Shirt oder Sweatshirt
- schwarze Hose oder grüne Leggings
- schwarzen Filz oder Tonkarton
- grüne Mütze oder Haarreifen
So geht’s:
Schneide aus schwarzem Filz Augen, Nase und Mund eines Kürbisgesichts aus und befestige sie auf dem orangefarbenen Oberteil. Für kleine Kinder sollten die Teile fest angenäht oder sicher aufgeklebt sein; lose Wackelaugen, Knöpfe und andere Kleinteile können verschluckt werden. Eine grüne Mütze wird zum Kürbisstiel. Sie sollte nicht über die Augen rutschen und die Ohren nicht zu eng bedecken.
Wer mag, kann unter ein weites Sweatshirt etwas weichen Tüll einnähen – nötig ist das aber nicht. Achte darauf, dass der Tüll nicht bis zum Boden reicht und sich nicht an Stuhlbeinen oder Türen verfängt.
Ich würde auf zu viel Füllmaterial verzichten. Ein runder Kürbis sieht auf Fotos zwar sehr niedlich aus, aber ein Kind möchte sich am Ende trotzdem hinsetzen, klettern und seine Beute persönlich transportieren können.
9. Kleine Spinne mit Strumpfhosen-Beinen
Eine Spinne klingt zunächst nach Bastelprojekt für Fortgeschrittene, ist aber überraschend einfach. Das Ergebnis sieht witzig aus und lässt sich komplett unisex gestalten.
Du brauchst:
- schwarze Kleidung
- zwei alte schwarze Kinderstrumpfhosen oder lange schwarze Socken
- Stoffreste oder zerknülltes Papier zum Füllen
- schwarzes Band, Wolle oder Gummiband
- optional mehrere große Wackelaugen
So geht’s:
Fülle die Strumpfhosenbeine locker aus und befestige sie seitlich am Oberteil. Nähe sie möglichst fest an oder verwende eine sichere, kurze Befestigung, damit sich keine langen Bänder lösen. Verbinde die zusätzlichen Beine mit dünnen Bändern an den Armen des Kindes. Die Bänder dürfen nicht um Hals oder Finger laufen und sollten sich im Notfall leicht lösen lassen. Bewegt es die Arme, bewegen sich die Spinnenbeine mit.
Auf einer schwarzen Mütze können mehrere Wackelaugen befestigt werden. Bei kleinen Kindern lieber große, fest angenähte oder geklebte Elemente verwenden und das Kostüm nicht unbeaufsichtigt tragen lassen, wenn sich etwas lösen könnte.
Das ist eines dieser Kostüme, das mit wenig Aufwand nach ziemlich viel aussieht – mein liebstes DIY-Prinzip. Nur beim Durchgehen durch schmale Türen sollte die kleine Spinne ihre acht Beine kurz sortieren.
Noch schneller: Kostüme aus dem Kleiderschrank
Wenn selbst Basteln gerade nicht in den Tag passt – völlig verständlich – kann der Kleiderschrank oft die komplette Kostümabteilung ersetzen. Ein paar schnelle Kombinationen:
- Detektiv: beige Jacke, Hut, Lupe und Notizblock
- Räuber: Ringelshirt, dunkle Hose und selbst gebastelte Augenmaske
- Ninja: komplett schwarze Kleidung und ein weiches Tuch als Stirnband
- Waldtier: Kleidung in Braun oder Beige plus Ohren aus Pappe
- Künstler oder Künstlerin: altes Hemd mit aufgemalten Farbflecken, Baskenmütze und Pinsel

Bei Augenmasken gilt: Sie müssen bequem sitzen, dürfen nicht verrutschen und die Sicht nicht einschränken. Für kleinere Kinder ist Gesichtsschminke oft die bessere Alternative – natürlich nur hautgeeignete Produkte und mit Abstand zu Augen und Mund. Pappohren sollten keine scharfen Kanten haben und sicher befestigt sein.
Manchmal reicht ein einziges deutliches Accessoire, damit Kinder sofort in ihre Rolle finden. Ein selbst gebasteltes Fernglas kann aus einem normalen Outfit eine Expedition machen. Ein Zauberstab verwandelt den Schlafanzug in eine magische Uniform. Prüfe bei jedem Accessoire, ob es keine spitzen Kanten hat, nicht zu schwer ist und beim Rennen nicht zur Stolperfalle wird.
Kinder haben da zum Glück deutlich mehr Fantasie als Erwachsene – und viel weniger Interesse daran, ob alles farblich perfekt zusammenpasst.
So bleibt das Halloween-Kostüm günstig
Bevor ich etwas Neues kaufe, schaue ich zuerst in unseren Kleiderschrank, in die Bastelkiste und in die Kiste mit aussortierten Sachen. Alte T-Shirts, einzelne Socken, Stoffreste und Kartons sind für schnelle Halloween-Kostüme fast schon kleine Schätze.
Zusätzlich helfen diese einfachen Spartipps:
- Kostüme mit Freundinnen, Freunden oder anderen Familien tauschen.
- Einzelne Accessoires gebraucht kaufen.
- Grundkleidung wählen, die später normal weitergetragen werden kann.
- Pappe, Filzreste und alte Stoffe wiederverwenden.
- Das Kind bei der Auswahl und beim Basteln mitentscheiden lassen.
Gerade der letzte Punkt macht oft den größten Unterschied. Wenn Kinder selbst Ohren ausschneiden, Knochen aufkleben oder einen Zauberstab verzieren dürfen, sind sie meistens viel stolzer auf ihr Kostüm. Beim Basteln mit Schere, Heißkleber, Nadeln oder kleinen Dekoteilen sollte natürlich ein Erwachsener dabeibleiben; Heißkleber und scharfe Werkzeuge gehören nicht in Kinderhände.
Dass das Ergebnis vielleicht nicht Pinterest-perfect ist? Geschenkt. Es ist selbst gemacht, und genau das macht es besonders.
Mein Fazit: Halloween darf einfach sein
Ein schönes Halloween-Kostüm für Kinder muss kein kleines Vermögen kosten und auch keinen nächtlichen Bastelmarathon auslösen. Mit einfacher Kleidung, wenigen Materialien und ein bisschen Fantasie entstehen Kostüme, in denen Kinder sich wohlfühlen und richtig spielen können.
Vor dem Losgehen lohnt sich ein kurzer Sicherheitscheck: Kann das Kind gut sehen, frei atmen, sitzen, laufen und die Arme bewegen? Rutscht nichts über die Schuhe? Sind alle Befestigungen fest, aber nicht scharf oder einschnürend? Und sind kleine Dekorationen wirklich sicher angebracht? Dieser Mini-Check dauert weniger als eine Minute und erspart im besten Fall eine sehr kreative Notfall-Reparatur auf dem Gehweg.
Ich versuche mir dabei jedes Jahr zu sagen: Mein Kind wird sich später vermutlich nicht daran erinnern, ob die Fledermausflügel vollkommen symmetrisch waren. Es wird sich daran erinnern, dass wir zusammen gebastelt, gelacht und viel zu viele Süßigkeiten gesammelt haben.
Und falls das Kind fünf Minuten vor dem Losgehen beschließt, doch lieber als Dinosaurier statt als Kürbis zu gehen? Dann ist das vielleicht der gruseligste Teil von Halloween. Aber auch dafür findet sich bestimmt noch etwas im Kleiderschrank.

